
7 Tipps für eine gute Raumakustik in der Gastronomie
Eine gute Atmosphäre in der Gastronomie entsteht nicht allein durch eine attraktive optische Gestaltung des Raums. Auch eine vorteilhafte Akustik spielt eine wichtige Rolle, damit die Menschen sich wohl fühlen und gerne wieder kommen. Hier sind unsere Tipps für Gastgeber, um einen angenehmen Raumklang zu erzeugen.
Natürlich gehören Geräusche zur Gastronomie einfach dazu. Wo viele Menschen zu Gast sind, sich unterhalten und lachen, wo Musik läuft, wo reges Treiben herrscht, da entsteht ein gewisses Grundrauschen. Und im besten Fall ist dieses ein wunderbares, weil Geselligkeit und Genuss implizierendes Grundrauschen! Es gibt sogar eine App, mit der man typische Gastronomiegeräusche aus Cafés oder Restaurants im Hintergrund laufen lassen kann – zum Beispiel beim Arbeiten im Büro oder Homeoffice.
Lombard-Effekt
Allerdings kann eine unvorteilhafte Gestaltung des Raumes – zum Beispiel durch nackte Wände und glatte Oberflächen, hohe Decken und wenig Einrichtungsgegenstände – dazu führen, dass dieses angenehme Grundrauschen ins Negative, Unangenehme kippt. Man kennt das: Es hallt und scheppert, die Musik dröhnt aus den Boxen, die Gespräche vom Nebentisch sind nicht zu überhören und man muss die eigene Stimme stark heben, um noch eine halbwegs vernünftige Konversation führen zu können. Die Wissenschaft bezeichnet dies übrigens als Lombard-Effekt. Der Effekt für den Gast indes besteht darin, dass er sich gestresst statt entspannt fühlt, wenn er die Lokalität verlässt – und beim nächsten Mal vielleicht lieber eine andere besucht.
Den „sweet spot“ finden
Für eine gute Raumakustik gilt es, den „sweet spot“ zu finden: ein angenehmes Grundrauschen und ein Raumklang, ein „sound“, aber eben kein Lärm, kein störender „noise“. Freilich ist dieser „sweet spot“ individuell je Konzept: Ein hipper Burgerladen klingt vermutlich anders als ein gediegenes Fine-Dining-Restaurant, ein kleines Frühstücks- und Tagescafé anders als eine beliebte und belebte Cocktailbar. Und auch die Form des Raums sowie die Beschaffenheit des Gebäudes (Altbau, Neubau, verwendete Baumaterialien etc.) trägt erheblich dazu bei, wie sich der Klang gestaltet. Doch bei allen konzeptuellen und baulichen Unterschieden: Für jeden Betrieb gibt es Möglichkeiten, seinen Klang zu optimieren.
Unsere 7 Tipps:
1. Stoffe verwenden, die den Schall absorbieren
Wenn möglich, sollte bereits bei der Auswahl des Bodenbelags darauf geachtet werden, dass dieser schallisoliert ist und Trittschall möglichst vermeidet. Gastronomietaugliche – feuerfeste, leicht zu reinigende und strapazierfähige – Teppiche und Läufer, Vorhänge (insbesondere Akustikvorhänge) und Deckensegel, aber auch Tischdecken und sogar Servietten „schlucken“ den Schall und verbessern die Raumakustik. Und ganz nebenbei tragen sie zur Gemütlichkeit bei.
2. Polstermöbel bzw. Möbel mit weichen Oberflächen nutzen
Gepolsterte Möbel sorgen nicht nur für Bequemlichkeit und Sitzkomfort, sondern verringern ebenfalls die Geräuschintensität. Decken und Kissen tragen ihren Teil dazu bei. Auch Sitzauflagen aus Filz, wie sie bei GO IN zu vielen Stuhlmodellen dazu bestellt werden können, leisten einen positiven Beitrag.
3. Bodengleiter für Stühle verwenden
Bodengleiter schonen nicht nur den Untergrund, sondern sorgen auch dafür, dass es nicht knarzt, wenn Stühle während der Verwendung bewegt werden. Auch hierfür bietet GO IN verschiedene Lösungen aus Kunststoff und Filz an.
4. Pflanzen platzieren
Sie verleihen dem Ambiente einen frischen, natürlichen Touch, sehen hübsch aus – und verbessern ebenfalls die Raumakustik: Grünpflanzen und Blumen. Besonders gut eignen sich solche mit vielen, dichten Blättern sowie großblättrige Gewächse. Sie lassen sich als Raumteiler, in den Ecken und sogar von der Decke hängend – zum Beispiel als Makramee – platzieren. Übrigens: Auch im Außenbereich verbessern sie die Akustik!
5. Raumteiler aufstellen
Gitter, Paravents, Lamellenwände, lange schmale Pflanzkübel – es gibt viele Möglichkeiten, große Räume zu teilen und damit auch deren Klang zu verbessern. Im „Härtefall“ können sogar spezielle akustische Raumteiler aus besonders absorbierenden Materialien aufgestellt werden. Aber auch Stationen für den Service und Regale als Ablagefläche oder als dekoratives Element, mit Büchern und Accessoires bestückt, reduzieren den „noise“.
6. Nackte Wände und Decken verkleiden
Glatte, harte Oberflächen reflektieren den Schall. Wenn er zeitverzögert zurück kommt, hallt es im Raum, was die Atmosphäre deutlich verschlechtert und – siehe Lombard-Effekt oben – zu einer akustischen Abwärtsspirale führen kann. Dagegen helfen beispielsweise Akustikbilder aus dämmendem Stoff. Viele Dienstleister bieten sogar eine Anfertigung mit eigenen Motiven an. Schallschutzelemente für Decken sind Schallabsorber bzw. Akustikplatten, herabhängende Deckensegel sowie Baffel-, Lamellen- oder Wabendecken, die jeweils auch für eine attraktive Optik sorgen.
7. „Servicegeräusche“ reduzieren
Klappern gehört zum Gastro-Geschäft. Wo viel Geschirr, Besteck und Glasware verwendet wird, wo Kaffeemaschinen zischen und Cocktailshaker klackern, sind Geräusche unvermeidlich. Aber auch hier lassen sich Optimierungen vornehmen – zum Beispiel durch geräuscharme Auflagen, auf die gespülte Gläser gestellt werden. Teller und Tassen, die auf Tischdecken platziert werden, verursachen weniger Lärm. Für das Befüllen und Entleeren der Spülmaschine (z.B. hinter dem Tresen) oder das Auffüllen von Besteckkörben oder -schubladen können Regeln vereinbart werden – zum Beispiel, dass leise und langsam dabei vorgegangen wird, auch wenn es länger dauert.
Last but not least: Ein professionelles, auf den Raum und seine Einrichtung abgestimmtes Soundsystem ist geradezu obligatorisch. Hier sollte man sich von einem Profi beraten lassen.


















