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GO IN Weiterbildungsmöglichkeiten

7 Tipps für Weiterbildungen in der Gastronomie

Ein wichtiges Tool zur Bindung von Mitarbeitenden in der Gastronomie – und das besonders in Zeiten knapper Personalressourcen – ist die Weiterbildung. Hierfür gibt es verschiedene Anbieter und Programme. Wir stellen sie vor.

1. DEHOGA Akademie

Das Weiterbildungsangebot des Branchenverbands DEHOGA ist überaus umfangreich – es reicht von Seminaren direkt in den Betrieben über Onlinekurse bis hin zu Kursen im Seminarzentrum „GastroLernwelt“ in Bad Überkingen (Baden-Württemberg) sowie in Neuss. Ob Tipps für das Social-Media-Marketing (ein Kurs, den z.B. ein junger Mitarbeiter besuchen könnte, der sich im Betrieb um dieses Marketingthema kümmern soll), New Work in der Branche (wichtig u.a. für Führungspersonal) oder Kurse zu bestimmten Foodrichtungen (z.B. der trendigen Levanteküche, spannend fürs Küchenteam) – bei über 100 Themen ist praktisch für jeden Betrieb etwas dabei.

Tipp: Es gibt auch Gutscheine, die an Mitarbeitende ausgehändigt werden können und diese wählen selbst ihr Wunschthema aus – eine attraktive Incentivierung.

2. Deutsche Hotelakademie (DHA)

Das Kölner Weiterbildungsinstitut bietet berufsbegleitende Lehrgänge sowohl für den Hotelbereich – zum Beispiel zum Hotelbetriebswirt oder Revenue Manager – als auch für den Bereich Gastronomie an. Hier können sich Mitarbeiter parallel zum Job zum Fachwirt im Gastgewerbe, als Küchenmeister oder auch als Sommelier (jeweils mit IHK-Prüfung) weiterbilden lassen. Die Weiterbildung erfolgt hybrid sowohl mit vor-Ort-Seminaren als auch digitalen Webinaren und webbasierten Trainings, bei denen praktische Aufgaben erledigt werden müssen. Das Schulungsmaterial wird von der DHA gestellt. Auch für die Führungsebene gibt es ein Kursangebot rund um Themen wie betriebliches Gesundheitsmanagement, Resilienz und Achtsamkeit.

Tipp: Neu ist die (digitale) Weiterbildung zum Nachhaltigkeitsmanager bzw. zur Nachhaltigkeitsmanagerin – offen für alle, die im Gastgewerbe arbeiten und neben der persönlichen Entwicklungsmöglichkeit auch für das Profil des Betriebs spannend!

3. IST-Studieninstitut

Das IST in Düsseldorf bietet Weiterbildungen in vielen Branchen an, von der BWL bis zum Sportmanagement – und auch in der Gastronomie. Neben den IHK-Abschlüssen Fachwirt im Gastgewerbe und Küchenmeister gibt es hier die Weiterbildungen (mit IST-Zertifikat) zum Gastronomie-Betriebswirt, zum Küchenleiter sowie das Format „Gesundheit und Nachhaltigkeit in der Gastronomie“. Auch hier finden die Kurse als Mix aus Präsenz- und Digitalunterricht statt. Wer sich z.B. zum Gastronomie-Betriebswirt weiterbilden lässt, wird in Personalmanagement, klassischer BWL und Marketing, aber auch in Sachen Warenwirtschaft, Ernährungstrends und Getränkekunde fit gemacht.

Tipp: Das IST bietet neuerdings auch ein kompaktes, zweimonatiges Weiterbildungsprogramm zum Thema Digitalisierung in Gastronomie und Hotellerie an.

4. Wihoga Dortmund

Sein Format eines Berufskollegs beendet die Wihoga (Wirtschaftsschule für Hotellerie, Gastronomie, Handel und Dienstleistungen) in Dortmund zum Sommer 2023. Die Einrichtung will sich fortan als Anbieter von (auch berufsbegleitenden) Seminaren, Kurzlehrgängen und Workshops profilieren, die sowohl in Präsenz- als auch in Onlineform angeboten werden sollen. Aktuell wird auch die „Gastro-Akademie Dortmund“ entwickelt, die Weiterbildungen speziell für die Gastronomie und Hotellerie ausrichten will.

Tipp: Work in progress – immer mal wieder auf die Webseite schauen.

5. Azubiweb

Das Azubiweb ist kein physisches Bildungsinstitut, sondern bietet ein Smartphone-Lernspiel für Auszubildende an, mit denen sie sich während ihrer Ausbildung auf ihre Prüfungen vorbereiten und ihr Wissen vertiefen können. In der App gibt es Lernquizzes, können die Azubis sich in Spielen (natürlich auf den Inhalt ihrer Ausbildung bezogen) battlen oder ihr Berichtsheft für die Ausbildung digital führen. Auf der Webseite warten zudem Spezialaufgaben, für die es Punkte und Badges (Abzeichen) gibt. Was das alles mit dem Gastgewerbe zu tun hat? Jede Menge, denn die Inhalte wurden für die Ausbildungsberufe Restaurantfachmann/frau, Fachkraft im Gastgewerbe, Hotelfachmann/frau, Hotelkaufmann/frau, Koch/Köchin sowie Fachmann/frau für Systemgastronomie entwickelt. Nach einer fünftätigen Probierphase muss eine Lizenz für die Nutzung der App erworben werden. Ein praktisches Lernspiel für die Generation Z, die mit dem Smartphone aufwächst.

Tipp: Auch für die Förderung von Quereinsteigern im Betrieb interessant.

6. Barschule München

Die führende Einrichtung für alle, die sich bzw. ihre Mitarbeitenden in Sachen Cocktails und Barkultur weiterbilden möchten, ist die Barschule in München (die zweite überregional renommierte Barschule in Rostock hat Ende 2022 ihren Betrieb eingestellt). Vom „Basic Bartender“ über den „Creative Bartender“ bis zum „Master of Modern Bartending“ gibt es verschiedene Level je nach Vorbildung und Bildungsziel, zudem die IHK-zertifizierten Weiterbildungen Barmixer und Barmeister sowie Spezialkurse fürs Show- und Flairbartending. Im Bereich Kaffee kann man sich zum/zur Barista weiterbilden lassen. Online gibt es u.a. Grundkurse sowie Schulungen für Hygiene (HACCP).

Tipp: Die Barschule bietet auch Tasting-Kurse an – zum Beispiel als Mischung aus Betriebsausflug und informeller Weiterbildung.

7. „EssKulturWandel“ von Die Gemeinschaft e.V.

Das Netzwerk handwerklich arbeitender Lebensmittelproduzenten und Gastronomen hat Anfang 2023 ein neues, kostenloses Weiterbildungsformat aus der Taufe gehoben, das Lebensmittelhandwerk, Küche und Landwirtschaft verbinden und praktische Fähigkeiten sowie zeitgemäßes theoretisches Wissen vermitteln will: „EssKulturWandel“ für junge Menschen, Auszubildende und Berufstätige, die Teil der Wertschöpfungskette für Lebensmittel sind. Das Programm besteht aus einem praktischen Austausch der Teilnehmenden in einem Mitgliedsbetrieb von „Die Gemeinschaft e.V.“ sowie fünf Impulstagen in Berlin, bei denen in Workshops, Seminaren und Exkursionen Inhalte über globale Ernährung, zukunftsfähige Landwirtschaft und neue Arbeitswelten vermittelt werden.

Die erste Ausgabe mit 17 Teilnehmenden findet zwischen März und Mai 2023 statt.

Tipp: Förderungsmöglichkeiten nutzen

Für viele Weiterbildungen werden Förderungen und Bezuschussungen bereitgestellt. Bei Interesse an einem Format lohnt es sich, den Anbieter nach entsprechenden Möglichkeiten zu befragen. Auch die Bundesagentur für Arbeit steht für Rückfragen zur Verfügung. Aktuelle Förderprogramme von Bund und Ländern werden in der Förderdatenbank vorgestellt.

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