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Die neue Opulenz in der Gastronomie: farbenfroh, detailreich & verführerisch

Die neue Opulenz in der Gastronomie: farbenfroh, detailreich & verführerisch

„Weniger ist mehr“ lautet ein Gestaltungsprinzip. Doch ein neuer Designtrend postuliert das komplette Gegenteil: Mehr ist mehr! Bunt, schillernd, facettenreich und dekorativ präsentieren sich neue Konzepte und feiern damit einen großen Erfolg. Warum ist dieser Maximalismus auf einmal so angesagt? Und was haben bestehende Betriebe davon? Das erfährst Du hier.  

Der „Pink Room“ am Berliner Gendarmenmarkt sieht so aus, als wäre man mit einer Zeitmaschine in die Spätromantik oder ins Rokoko befördert worden: Im Raum stehen verzierte Möbel wie aus einem Lustschloss, unter der Decke wurden Kassetten angebracht. Man sieht viele Kronleuchter, große Spiegel und mitten im Raum einen Brunnen, aus dem Hunderte von Plastik-Badeenten quellen. Die dominante Farbe: Pink in allen Schattierungen. Wo ist man denn hier gelandet?
Diese Frage kann man sich auch stellen, wenn man die „Giorgia Trattoria“ in München betritt. Mit seinem knallbunten, floralen Mustern auf Stühlen, Boden und Tapete, an der Bar beleuchteten Flaschen bis unter die verspiegelte Decke, Kunst aus Neonröhren im Treppenaufgang und einem Sanitärbereich der voller Discokugeln glitzert, dazu läuft Italo-Pop, glaubt man in einer wilden und schrillen, Realität gewordenen Phantasie eines Innenarchitekten zu stehen.
Und nicht minder grell gestaltet ist das aus London stammende – und jetzt auch in Düsseldorf zu findende – Konzept „EL&N“: Mit Separees in Herzchenform, Pink und Pastell, Blumen, poppigem Terrazzoboden und Marmortischen ist es weltweit zum Instagram-Star geworden.

Mut zum Kitsch

Sie alle (und noch viele weitere, zum Beispiel das „Edmondo“ in Hamburg, das „Niu“ in München oder das „Paradise“ in Berlin) setzen auf das Prinzip „maximal statt minimal“ und eine neue Opulenz. Diese bunten, teilweise bewusst kitschigen Gestaltungswelten sind das komplette Gegenteil von dem, was man sonst oft sieht bzw. was viele Gestaltungsprinzipien sonst formulieren, nämlich den Fokus aufs Wesentliche zu lenken, sich nicht in zu vielen Details zu verlieren und Akzente wohlbedacht und effektvoll einzusetzen. Hier hingegen wird aus dem Vollen geschöpft, es werden Stile wild miteinander kombiniert und Farbtöne, Formen und Strukturen zusammen gebracht, die scheinbar nicht zueinander passen. Als Gast ist man ob der schieren Detailreiche latent überfordert. Gleichzeitig darf man enorm viel entdecken, bewundern – und natürlich für sein Instaprofil oder seinen TikTok-Kanal fotografieren und filmen.

Einladung zum Eskapismus

Das alles ist wohlkalkuliert. Keineswegs sind diese Räume willkürlich und unbedacht gestaltet worden oder ein Ergebnis über die Jahre zusammengetragener Sammelsurien, wie man sie in mancher schrullig-charmanten alten Kneipe findet. Die Konzepte sind hochprofessionell und genauestens durchplant. Jedes noch so kleine Accessoire zahlt auf den Gesamteindruck ein. Und dieser soll reizen, fordern, verblüffen, polarisieren und vor allem: inspirieren und (zum Geld ausgeben) verführen. Es geht darum, die Gäste auf eine imaginäre Reise einzuladen, sie dem Alltag zu entlocken (was viele Gäste zumal in Zeiten vieler Krisen, Sorgen und Ängste nur allzu gerne annehmen) und sie für die Dauer eines Abendessens, einer Kaffeespezialität oder eines Cocktails in eine andere Welt mitzunehmen. Und das funktioniert, wie man sich auf den Instagram-Kanälen der Konzepte anschauen kann, ziemlich gut.

Die Qualität muss stimmen

Konsequenterweise sehen auch die Speisen und Getränke in diesen Konzepten mitunter etwas anders aus – vom Dessert in Form eines lachenden Buddha im „Pink Room“ bis zur Latte mit Regenbogenfarben im „Niu“. Es wird historisches Geschirr aus dem verwendet, glitzerndes Deko-Porzellan oder Tiki-Becher für die Drinks. In der neuen Berliner Cocktailbar „The Alchemist“ kommen die Getränke unter anderem in Kolben wie aus dem Chemieunterricht, mit Flammen, blubberndem Trockeneis oder in essbaren Bechern an den Tisch. Oder mit wackelnden Blasen auf dem Glas, die mit der Nasenspitze von den Gästen (ein schönes Gimmick beim ersten Date!) zerstoben werden. Doch ein interessanter und ungewöhnlicher Look alleine genügt freilich nicht – auch die Qualität muss stimmen. Und das tut sie: Der „Pink Room“ beispielsweise ist ein Gourmetrestaurant mit Sushi in Spitzenqualität, die Pastaspezialitäten in der „Giorgia Trattoria“ werden hochgelobt und wer auf Dauer spektakuläre, aber wässrige Cocktails serviert, wird es kaum auf über 30 Filialen bringen wie „The Alchemist“ sie in Großbritannien bereits erfolgreich betreibt.

So nutzen Bestandskonzepte den Trend

Wie können bestehende Betriebe, die sich natürlich nicht komplett umgestalten können und wollen, diesen opulenten Trend nutzen? Hierzu gibt es viele Möglichkeiten. Zum Beispiel lassen sich Drinks – mit denen ja immer schon Spaß und Ausgelassenheit assoziiert wird – ohne großen Aufwand in Gefäßen und mit Dekorationen inszenieren, die für Aufmerksamkeit sorgen. Warum nicht mal einen Gin Tonic in einer klassischen Teatime-Tasse servieren? Oder die legendären Tiki-Mugs verwenden? Eine „Bubble-Gun“ für Cocktails kostet auch nicht die Welt. Oder wie wäre ein gezielter Bruch des Tabletop-Designs durch auffällige Teller, Schalen oder Platten? Das Einsetzen von kuriosen Gegenständen und Utensilien, die Gäste verblüffen und zeigen, dass man sich nicht ganz so ernst nimmt? Es kann auch ein üppiges Pflanzen- und Blumenarrangement sein, vor dem sich Gäste gerne fotografieren – oder eine Dienstkleidung mit einem ungewöhnlichen Accessoire. Am besten ist es, sich zu Beginn einen Tisch in einem der neuen bunten Betriebe zu reservieren und sich inspirieren zu lassen.

Natürlich tragen auch bunte Gastromöbel zu einem stimmigen opulenten Ambiente bei. Schau Dir doch mal unseren Look „Color Statements“ an!

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